10
Apr
2009

Nichtraucher

So, ein Grund zur Freude. Joni ist seit dem 28. März nicht mehr abhängig. Zumindest nicht vm Nikotin.

Wenns noch ein Pflaster geben würde, dass einen gutaussehende Frauen ignorieren lassen würde, oder zumindest die Verliebtheitshormone für ein paar Tage zeitverzögert reagieren lassen würde, würde ich das mir direkt neben mein Nikotinpflaster kleben.

27
Mrz
2009

...

Soeben per email von Papa erhalten:

Ein weiterer Beweis für die Unvereinbarkeit von Mann und Frau ist erbracht: Weibliche und männliche Sehzentren sind unterschiedlich aufgebaut. Neben der Tatsache, dass wir uns anders bewegen, anders fühlen, träumen, Auto fahren und Kinder erziehen, benutzen wir also auch unsere Augen nicht auf dieselbe Weise. Allmählich muss man sich fragen, was wir – bis auf Arme, Beine und Kopf – überhaupt gemeinsam haben.

Wie ein deutsches Forscherteam herausgefunden hat, reagiert ein Mann stärker auf Bewegung, eine Frau hingegen auf Kanten und Kontraste. Diese Erkenntnis basiert auf Untersuchungen der Hirnrinden, die in hauchdünnen Scheibchen unters Mikroskop gelegt wurden.

Während Männer also wahrnehmen, DASS sich was bewegt, nehmen Frauen das Ding bereits ins Visier und beurteilen, wie scharf es – im besten Falle an ihnen - aussieht.

Beispiel: Im Fernsehen läuft Handball oder Sumo-Ringen, er lehnt sich zurück und ist zufrieden. Es tut sich was. Seine Partnerin wird aus dem Geschehen völlig andere Schlüsse ziehen, etwa, dass Stefan Kretschmer ein neues Tattoo auf dem Oberarm hat oder dass diese Wickel-Strings sicher unheimlich im Hintern zwicken.

Das Katzenklo bewegt sich nicht

Nun ist auch endlich das Geheimnis gelüftet, warum Männer und Frauen so unterschiedliche Toleranzschwellen in Sachen Haushalt aufweisen. Geschirrberge in der Spüle, Socken und Hemden überm Stuhl, das versteinerte Katzenklo - wie, bitte, sollen ihm denn diese Dinge ins Auge springen? Dazu müssten sie um einen Ball tippeln, auf Rädern rollen oder mit dem Hintern wackeln können. Aber so? Keine Botschaft also vom Geschirr an die männliche Hirnrinde.

Die weibliche Hirnrinde beginnt unterdessen zu pulsieren ob all dieser Reizüberflutung. Ist sie doch gezwungen, sich dem Chaos zu stellen, dass sich durch seine scharfen Konturen auf die Netzhaut drängt. Die Natur hat es so eingerichtet, dass Frauen die Skyline des übriggebliebenen Geschirrs von vorgestern, das sich vor den versprenkelten Küchenfliesen abzeichnet, selbst dann nicht ignorieren können, wenn sie es wollten.

Das Klischee, dass Frauen schlechter einparken oder Stadtpläne lesen können, lässt sich mit der Studie übrigens nicht belegen. Kein Wunder: Nur ein Narr glaubt noch daran, dass eine Frau nicht in der Lage wäre, ihren Wagen in einem 90-Grad-Winkel zum Bürgersteig zu positionieren. Alles eine Frage des Willens. Ist ein Parkplatz gefunden, hat die Frau bereits das nächste wichtige Detail fokussiert: Das Kleid mit der atemberaubenden Silhouette in dem Schaufenster da.

Es ist wirklich nicht wichtig, ob das Auto gerade oder schief in der Parklücke steht. Und wenn man nach der Studie geht, dürfte das sowieso keinem Mann auffallen: Es bewegt sich ja nicht.

Die Offenbarung

Soeben habe ich bemerkt, warum ich mich ständig wie ein Vollidiot verhalte: Weil das Leben als Gewinnertyp viel zu einfach wäre. Und ich hätte nichts, worüber ich mich ständig beschweren könnte.

Der Schluss aus dieser Erkenntnis: Einfach mal mehr nachdenken. Was ich tue, was ich sage. Warum ich Sachen tue und sage. Denn alles hat einen Sinn. Der kann durchaus auch negativ sein, Minus-Sinn quasi. Dann, wenn ich mich wie ein Vollidiot verhalte. Oder neutralen Sinn, bei sowas alltäglichem wie Wäsche waschen oder Essen kochen. Das macht Sinn, aber ist nicht wirklich erhebend. Es hat definitiv keinen negativen Sinn, aber wirklich positiv ist es auch nur in Anbetracht der vollbrachten Tat, von der man aber wiederum die investierte physische und pekuniäre Energie abziehen muss. Deswegen negativer Sinn.

Wie man sieht, bringt einen das Nachdenken an sich auch nicht wirklich weiter. Denn ohne Ärmelhochkrempeln funktioniert nichts. Wie es Louise L. Hay so schön formuliert: "Einfach im Stuhl sitzen und fordern, im anderen Zimmer sein zu wollen, wird nicht funktionieren. Wir alle wollen das Problem hinter uns haben, aber wir wollen nicht die kleinen Schritte gehen, die die Lösung ergeben."

Also ein weiterer Schluss: Nach dem Nachdenken kommt das Handeln. Am Besten das richtige, wahre, gute Handeln. Nicht nur dieser Aktionismus, wie man ihn bei Politikern öfter beobachten kann. Und im Grunde kommen wir dann wieder bei Dingen an, die schon länger klar sind, nämlich dass hier einiges schief läuft und so, womit wir wieder bei den kleinen Schritten von eben wären. Ich meine, ich sehe das ja schon alles differenziert und so, aber es ist wirklich schwierig, sich damit auseinanderzusetzen. Es ist wie bei einem Abendessen mit guten Freunden, die man lange nicht gesehen hat: Man bespricht ne ganze Menge, hat sich viel zu erzählen, macht Pläne, sich mal öfter zu treffen, aber im Endeffekt bleibt der Abwasch und die Organisation der weiteren gemeinsamen Aktivitäten an einer Person hängen, die sich nach den soßenverschmierten Tellern und der verkrusteten Pfanne dann auch nur noch sehr ungern um die Organistion einer Telefonkette kümmert.

Und letztendlich karikiere ich meinen Anspruch ja auch, indem ich hier sitze und dies schreibe. Anstatt auf die Straße zu gehen, Barrikaden zu bauen, Autos anzuzünden und Politiker zu erschießen, die erwiesenermaßen Scheiße gebaut haben. Es ist ja noch nicht mal eine Hetzschrift, es ist noch nicht mal ein Manifest, was hier entsteht. Es soll eigentlich nur was zum Schmunzeln sein. Und ist im Grunde ziemlich enttäuschend. Und ich weiche vom Thema ab. Eigentlich spielte die Musik ja bei mir und meinem verkorksten Leben. Also einfach mal zurücklehnen und genießen, sehr verheerte Damen und Herren. Mein Name ist Jonathan Martin Dimitri Francesco Blum, Sie müssen sich das nicht alles merken, aber sicher ist sicher. Haben sich sicher auch meine Eltern damals gedacht, als sie mich so nannten. Ich bin 23 Jahre alt, habe nicht sonderlich viel Lebenserfahrung, die weiteste Reise meines Lebens führte mich aus Norddeutschland nach Mallorca, und im Grunde bin ich nicht sehr interessant. Ich studiere, mehr oder weniger, interessante Sachen, wie mir immer wieder bescheinigt wird, wenn ich davon erzähle. "Wow!" sagen 9 von 10 Personen, wenn ich sage, dass ich im Nebenfach Skandinavistik studiere. Warum, ist mir schleierhaft.

Zur Zeit lese ich, bzw. kämpfe ich mich durch "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin, im Abdruck der Originalhandschrift, und ungefähr so verworren wie die Erzähltechnik des Autors stellt sich auch das langweilige Bisschen Existenz, das mein Leben zur Zeit ist, dar. Es scheint nicht direkt ein Ziel zu geben, ich schlingere so ein wenig herum, und jetzt schreibe ich das auch noch auf, um wenigstens ein wenig Abwechslung zu haben. Also, folgt mir - es wird noch viel nicht zu erleben geben.

26
Mrz
2009

Wie ich auszog, die Welt zu retten, und mit Zigaretten zurückkam

Entdeckt im StudiVZ:

Als drehender Tabakraucher möchte ich auch noch etwas dazu sagen. Wir haben mit viel größeren Herausforderungen zu kämpfen als mit Karten zu spielen, ist der Weg zum Rauchgut doch ungleich weiter als beim Automatenzieher und dabei noch gesellschaftlichen Dogmen wie den Öffnungszeiten ausgeliefert.

Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu, die Wohnung als Tabakraucher spontan, mit dem Entschluss die Welt zu retten, zu verlassen. Denn sobald ich den ersten Zigarettenautomaten passiert habe, wird mir bildlich bewusst, dass an dieser Stelle schon so mancher Held seinen idealistischen Ehrgeiz in der Entspannungsphase des Nikotinkonsums auf einen baldigen, zumutbaren Termin vertagte. Unsereins wird in jenem Automaten leider noch keine Erlösung finden. So wanke ich weiter und sammele mit jedem Schritt weitere, revolutionäre Ideen. Je nach Wetterlage mit wachsener Agressivität. Und immer wieder bestimmen Mut oder Angst den Entscheidungskampf zwischen Denken und Handeln.

Dabei laufe ich an mindestens drei Zigarettenautomaten vorbei. In meinem Hirn gestalten sich Wünsche nach einem Gleichstellungsgesetz für Tabakfreunde. Ich sehe Automaten überall: für Zigaretten, Kondome, Kaugummis, Glücksspiele, ja sogar für Batterien. Nur nicht für Tabakbeutel. Ich denke: Gleich morgen gründe ich ein Gewerbe und werde Automatenaufsteller. Alles wird anders. Morgen.

Endlich habe ich das Tabakgeschäft meines Vetrauens erreicht und muss feststellen, dass meine Ankunftszeit nicht ganz konform mit den Geschäftszeiten dieses guten Hauses ist. In diesem Moment werde ich philosophisch: Ist eine solche Welt es überhaupt wert, gerettet zu werden? Ich drücke meinen Kopf gegen die Glastür des Ladeneingangs, um diesem Fundamentalismus in aller Öffentlichkeit die Stirn zu bieten.

Meine Ideale werden jäh durch den Druck der Nikotinsucht unterbrochen. Ich mache mich auf den Weg zur nächst gelegenen Tankstelle, um dort den Qualen meiner heroischen Funktion Linderung zu verschaffen. Hierbei begegne ich mindestens drei weiteren Zigarettenautomaten, an denen ich am liebsten Fünfe gerade sein lassen würde, um meine Hirnwindungen mit vier Euro milde zu stimmen. Ist Geschmack nicht nur ein kümmerlicher Versuch, charakterliche Defizite mit diesem Luxus zu verwässern? Die gedankliche Manifestierung meiner Rettungspläne im Konflikt mit meiner Introversion hängt nämlich schon schwer in meinen Beinen. Der nächste Schritt zur großen Tat ist kaum noch zu verdrängen. Ich beiße fest in meine Unterlippe. Nur kurz übertönt der Schmerz die innere Stimme des Märtyrers. Ich schreie auf, praktiziere während einer kurzen Gehpause in einem schattigen Winkel des Bürgersteigs autogenes Training, aber eine Befreiung setzt nicht ein. Wer kann mir jetzt noch helfen? Und warum überhaupt ich? Ausgerechnet hier. Eine Dorfhauptstraße in der niedersächsischen Provinz. Menschenleer. Langsam aber beständig keimt der Wahnsinn in mir auf. Mit lodernden Augen tappe ich im Dickicht der Bedeutungslosigkeit dieses Ortes auf das erlösende Licht der blauen Raute zu.

Schweißgebadet erreiche ich die Tankstelle der Erlösung und atme kurz darauf mit blauem Dunst tief durch. Erst jetzt finde ich zu meiner Ruhe zurück. Was ein Nichtraucher alles im Leben verpasst! Das steht in keiner Relation zu seiner nur statistisch wahrscheinlichen, längeren Lebenserwartung. In etwa sechs Tagen beginnt wieder ein neues Abenteuer. Wenn der neue Tabak alle ist. Das Leben ist eine fortdauernde, harte Probe. Aber zu meistern.

Welt retten: sofort morgen!
Rauchen: geschafft!


Copyright by Michael Scheeper

23
Mrz
2009

manchmal überrasche ich mich selbst.

beat: drama

(00:21)
ich bin ganz bestimmt nicht so'n negativer typ
der die ganze zeit bejammert, dass das leben ihn betrügt
doch es gibt halt sachen, die mich nachdenklich machen
so viele leute haben täglich nichts zu lachen.
und ich wein für sie ne träne, mach euch ne szene
vielleicht sitzt du allein daheim, vielleicht hast du pläne
jetzt schluss zu machen, mit dem leben abzuschließen
dir daddys knarre zu greifen und dich mal eben abzuschießen
oder noch besser, du nimmst noch idioten mit, wenn du gehst
weil du dann in allen zeitungen und im internet stehst
egal wo man hinguckt, dein gesicht auf der titelseite
deutschland ist krank, ehrlich, denn es liebt die scheiße
klar ist man geschockt, vielleicht kommt man aus der gegend
und man macht ne schweigeminute, um nicht drüber zu reden
doch was wir brauchen, sind keine computerspielverbote,
keine härteren waffengesetze, es gibt trotzdem noch tote
wir müssen dieser gesellschaft endlich mehr leben einhauchen
es muss doch mehr geben, im leben, als mal eben ein' saufen
klar, man kann das tun, doch die probleme ändern sich nicht
sie warten vor der disco, denn sie kenn' dein gesicht
freundschaft, wahre liebe mit, und bloß nicht ohne h,
treue und ehrlichkeit, das brauchen alle, schon ist klar
dass hier was deutlich schiefläuft, das kein einzelner mensch
in einem leben ändern könnte, doch wenn ein zweiter erkennt
dass sechs augen mehr sehen als vier, holt noch nen vierten dazu
dann wird aus nem thema non grata kein reserviertes tabu
dann kann man mal ansprechen, hoffentlich auch anpacken
und dann wollen wir mal sehen, was wir in diesem land schaffen

trotz erfurt und winnenden, trotz terrorismus
trotzt den bestimmenden, trotzt, denn es ist schluss.(x2)

wir müssen was ändern, es gehen trotz atomstrom die lichter aus
dann fliegen aus dem land hier bald die denker und dichter raus
sind nicht im haus, weil keine crowd mehr da ist
die sind alle beim volksparteitag, oder im hades
dann werden in deutschland bald wieder lager gebaut
dann wird leuten gesagt: na klar, dürft ihr raus
aber bitte vorher kurz duschen und desinfizieren
und der rest tut so, als würd es net intressieren.

und was genau kann man ändern? ich bin mir nicht ganz sicher
ob ihr für das hier bereit seit, ihr politischen stricher
ihr verkauft euren arsch, dem der am meisten koks hat
der unerwünschte fotos von der letzten aftershow hat
ihr seid überflüssig wie ein blinddarm, noch nicht operiert
und ich bin einer von denen, der hofft, dass ihr den kopf verliert
wenn ihr das nächste mal lügt, wenn ihr das nächste mal n fehler macht
wenn ihr das nächste mal vorteile auf kosten der wähler habt
wenn ihr das nächste mal im porsche, zur umweltkonferenz kommt
nicht mit fahrrad oder elektroauto, sondern mit nem benz kommt
und wenn ihr das alles ändert, bis dahin hab ich noch zeit,
dann kriegt ihr es wirklich zu hören, denn dann seid ihr bereit.

wir müssen was ändern, es gehen trotz atomstrom die lichter aus
dann fliegen aus dem land hier bald die denker und dichter raus
sind nicht im haus, weil keine crowd mehr da ist
die sind alle beim volksparteitag, oder im hades
dann werden in deutschland bald wieder lager gebaut
dann wird leuten gesagt: na klar, dürft ihr raus
aber bitte vorher kurz duschen und desinfizieren
und der rest tut so, als würd es net intressieren.

[impro outro]

20
Mrz
2009

Gesellschaftsstudie

(Zitat von Spiegel Online http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,614094,00.html )

"Auch auf anderen Feldern kommt der konservative Mann notgedrungen in Bewegung: bei der Partnerwahl. Die Studie befragte nicht nur Männer, sondern auch 790 Frauen, um Vergleichswerte des anderen Geschlechts zu haben. Gerade bei den Kategorisierungen zeigt sich ein deutlicher Unterschied der Geschlechter: 30 Prozent der Männer sind als "teiltraditionell" eingestuft, aber nur 14 Prozent der Frauen. "Jeder kann sich vorstellen, was das für den Heiratsmarkt bedeutet", sagt Professor Zulehner. Von der Leyen, die sich auf Nachfrage als Fan des "modernen" Männertypus outet, hofft, dass die Männer in Bewegung geraten und so eventuell "suchend" werden. Zumindest der Trend gehe "ganz klar in die Moderne hinein".

Das hat jedoch auch einen Nachteil: Auf die Frage, ob es eine Traumfrau gebe, antworteten 1998 noch 39 Prozent der befragten Männer mit "Ja". 2008 waren es nur noch acht Prozent - es scheint also ein geradezu erschreckender Realismus in die Deutschen gefahren sein."


Ach. Sag bloß. Stört mich bitte nicht beim Träumen, dass es sie doch noch gibt.

17
Mrz
2009

Die Kosmoproleten - Ausverkauf (Medium Done Edit)

Wie ihr die medium gebratene und etwas gefiltertere Vorabversion des neuen Kosmoproleten-Albums bekommt? Ganz einfach.

LEIDER IST DER SERVER ZUR ZEIT OFFLINE. ES WIRD DRAN GEARBEITET. PROBIERTS AB UND ZU MAL WIEDER.

Hier klicken, die Datei mit dem Fragezeichen(Ausverkauf Partially Remixed) auswählen, entpacken(z.B. mit WinRAR), und dann genießen. Oder die einzelnen Lieder in dem Ordner runterladen.

"...cause millionaire rappers don't make half my sense[bzw. cents]." (Curse)

13
Mrz
2009

Aus dem Leben eines Marzipanschokoladenmenschen

Warum bin ich eigentlich nach außen hin so (zart-)bitter? Wer hat sich das ausgedacht? Und wieso bin ich innen so süß, dass es keiner aushält? Schrecklich. Echt grausam. Aber egal. Gestern war ein verrückter Tag. Irgendwie doof, aber am Ende ganz in Ordnung. Kann ich mit leben. Wie Tupac so schön sagt: Life Goes On.

10
Mrz
2009

Generation Eighties - Poetry Slam

Zuerst veröffentlicht am 27.12.2005 17:42. Kein Raptext. Ich werd das demnächst trotzdem mal aufnehmen.


die welt spielt nicht nach meinen spielregeln, also spiel ich nicht nach ihren
zwing mich nicht, sachen zu mögen, die mich nicht interessieren
ich bin jung, halb dynamisch, halb im alltag festgefahren
nehme hin, was mir passt, und verpass das beste dann
das ist nicht einfach, und deswegen, seht ihr mich ständig überlegen
was mit mir ist und mit mir wird, und welche pläne überleben
mein antrieb ist die liebe und der traum vom grossen geld
gestatten, generation eighties, wir tun, was uns nicht gefällt

man sagt mir, ich sei besser dran, auf mich allein gestellt
doch ick frag mir, wer verändert dann, was mich am leben hält?
es ist einfach und doch tückisch, und nur ein schlag, der erdrückt dich
und wenn du überleben willst, dann sei besser glücklich
mit dem, was du besitzt, und mit dem, was du haben kannst
und mit dem drink oder der dame, mit der du heute abend tanzt
mein sohn, generation eighties, problem- oder lieblingskind der ladies
mach doch einfach, was du willst, solange es nicht zu spät ist!

was' mit der generation eighties los? ihr habt slim shadys shows
internet und television, bald geht ihr nicht mal mehr selbst aufs klo!
wir sind die erben der scherben der dot-com-unternehmen
und jetzt sollen wir nicht meckern, denn es könnt ja besser gehn?
denkt mal an '45, da dachte man, schlimmer wird's nicht
was soll das gejammer jetzt, mal ehrlich, ich kapiers nicht!

die generation eighties grüßt die posttraumatisierten
kinder der '60s die gegen kriege demonstrierten
und die uns jetzt eltern sein wollen und chefs dazu
und das revolutionsdenken, ist erst recht tabu
ihr habt den schuss zu spät gehört, der uns auf die barrikaden bringt
wir ham keine lust auf eure spielchen, das land des abends stinkt!

doch es wär ja fatalistisch, den wagen an die wand zu fahren
deswegen bleiben wir autistisch, bewegen uns in euren bahnen
nein, ernsthaft, da lass ich lieber alarmsirenen läuten
anstatt mit hochgeklapptem polokragen zu fragen "wo geht's heut hin?"
dann doch besser planlos, als in ne schublade zu passen
die gesellschaft kriegt doch eh schon genug adern gelassen
meine jugend zu verprassen ist und bleibt mein letztes ziel
verschwende deine zeit, scheint für meine eighties nicht so viel.

9
Mrz
2009

Ich könnte heulen.

So schön traurig ist dieses Lied. Und dabei bin ich eigentlich gar nicht traurig. Danke, Leonard Cohen, für die Originalversion, und danke, Jeff Buckley, für diese großartige Reinterpretation.

http://www.youtube.com/watch?v=AratTMGrHaQ

8
Mrz
2009

Magic - The Gathering

Ja, ich will diese Karte haben.

Hausarbeit...

...die du geschrieben werden willst. Dein Reich komme, dein Wille geschehe. Meine 1,0 gib mir später, wenn ich dich abgegeben habe. Denn dein ist das Besäufnis, und die Kraft, und die Herrlichkeit. Nach deinem Ende. Prost!
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Semtext's Selbstdarstellung

Raps und Reflektionen, Gedanken und Spinnereien...

Information




Was nicht wert ist, gesagt zu werden, das singt man. (Pierre Augustin Baron de Beaumarchais, frz. Bühnenschriftsteller, 1732-1799)

Das hier ist schlicht, was die Überschrift sagt. Eine Selbstdarstellung. Manche würden sagen öffentliches Tagebuch im lockeren Wochenrythmus, andere wiederum Textsammlung. Mittlerweile auch Rezeptsammlung für Cocktails. Wasauchimmer.

Es ist und bleibt die Selbstdarstellung eines Hobby-Rappers, Poetry Slammers und freiberuflichen Journalisten aus Oldenburg, der von ganz mittig nach ganz oben will. Mit explosiven Texten, die wie Bomben in den Frieden fetzen. Hatte ich mal gedacht. Deswegen der Name Semtext. Wer's nicht kapiert, bitte einfach mal "Semtex" bei Wikipedia oder im Brockhaus nachschlagen.
Man kann von mir mittlerweile auch Texte korrekturlesen lassen.

.

KONTAKT
skype: semtext. (mit dem Punkt!)


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