Tagebuch

5
Apr
2007

Was für eine Zeit, was für ein TAG.

Ich habe jetzt seit exakt 6 7(es ist ja schon Donnerstag) Tagen einen Job. Ich bin freischaffender Künstler, gefangen hinter dem Förderband und der Kassentastatur des Combi-Supermarktes in der Hundsmühler Straße. Ab heute habe ich 7 Tage frei. Was das soll - keine Ahnung, Gnadenfrist über Ostern, oder so. Und schon hab ich nicht schlafen können. Warum? Keine Ahnung. Auf jeden Fall bin ich wach geblieben, habe Max Payne 2 durchgespielt, was ich mir gestern nachmittag gekauft hatte, und habe "Puppenmord" von Tom Sharpe gelesen, echt ein gutes Buch, vor allem, wenn man vorhat oder es vorauszusehen ist, dass man früher oder später mal mit der Staatsgewalt konfrontiert wird, dann ist es ein Lesemuss. Und dann habe ich weiter Computer gespielt. Bis gerade eben. Und ich bin müde wie Sau, aber schlafen kann ich nicht.

Über der ganzen Zockerei hab ich nämlich total vergessen, zu essen und zu trinken, und das, was ich vorhin(gegen 02:00 Uhr) nachgeholt habe, hat eigentlich auch nur gereicht, um mich zum Zuckerschock-Opfer zu machen. Ich hol mir jetzt noch ne Buddel Orangensaft und leg mich dann mal probeweise ins Bett. Vielleicht kann ich ja tagsüber schlafen. Und texten sollte ich auch mal wieder. Lange nix mehr fertig geworden. Damn.

20
Mrz
2007

Statusbericht

Also, ich hab immer noch keinen Job, das nervt, aber irgendwo sieht man ja den kleinen Silberstreif am Horizont. Dafür hab ich endlich einen regelmäßigen Trainingsrhythmus, hab wieder angefangen, Texte zu schreiben, und krieg es endlich mal auf die Reihe, mein Zimmer halbwegs aufgeräumt zu halten, und das ist schon mal gar nicht so schlecht.

Doof ist, dass zur Zeit das Wetter nicht ganz mitmacht bei meinen Ansätzen zum Lauftraining. Weil, Laufband und Cross-Stepper im Studio sind ganz okay, aber das ersetzt nicht raus zu gehen und Asphalt zu fressen. Und auf die Bahn muss ich auch mal, damit ich wirklich sehe, bei welcher Zeit ich jetzt nach dem Winter auf 3000 Meter stehe. Mal sehen, ob wieder 10 Minuten drin sind, oder ob ich dafür erst mal wieder länger brauche.

Ich wäre ganz zufrieden mit der jetzigen Situation, wenn ich vernünftig schlafen könnte, nen Job hätte, und mir nicht so viel den Kopf zerbräche. Aber man kann ja nicht alles haben.

Wen ich auf jeden Fall habe, und wer mir Kraft gibt, ist meine Chrissy. Auch wenn wir zur Zeit nur telefonieren können :(

13
Feb
2007

Zeitlicher Ablauf eines Desasters.

Schatz, ich kenne nen tollen Cocktail, willst du den nicht mal
ausprobieren?"

Er willigt ein, und sie bestellt ein Pinnchen Baileys und ein Pinnchen
Limettensaft.

"Es ist etwas schwierig, du musst erst den Baileys in den Mund schütten,dann erst den Limettensaft hinterher."

Er machts genauso wie sie es ihm vorgeschlagen hat...

+0,3 Sekunden
Ein angenehm warmes, weiches Gefühl im Mund.

+0,6 Sekunden
Durch die Säure im Limettensaft gerinnt die Sahne im Baileys und klumpt
zusammen.

+0,9 Sekunden
Seine Gesichtsfarbe nimmt die Farbe von Limetten an, er schluckt das Zeug runter.

+1,2 Sekunden
Sein Magen verkrampft und er verspürt einen heftigen Reiz, sich zu
übergeben.

+3,0 Sekunden
Sie flüstert ihm ins Ohr: "Der Drink heißt Blowjob's Revanche!"

16
Jan
2007

Myspace, Lieder und Moneten.

Arbeiten wir es von links nach rechts ab, was im Titel steht.

SKANDALÖS!
Semtext eröffnet myspace-Profil.

Link.

DOWNLOADS!
Gibts im Myspace-Profil.

DIE DICKE KNETE!
Gibts für harte Arbeit. Schade, dass ich noch nie hart gearbeitet habe.

5
Dez
2006

Ein schönes Bild...

...naja, nicht unbedingt von mir. Die Denkerpose steht mir nicht so. Aber immerhin mal aus dem Leben gegriffen und nicht gestellt. :)



Zumindest sieht man, wem meine gesamte Aufmerksamkeit gilt.

8
Okt
2006

Danke, Bild!

20
Sep
2006

Ein 2/3-Leben lang...

Ich bin 21 Jahre alt, und seit etwas weniger als 14 Jahren Schalkefan. Ich habe noch nie ein Heimspiel von Schalke im Stadion gesehen, und mich (zu meiner Schande) auch erst mit der Saison 95/96, die uns für den UEFA-Cup qualifizierte, richtig mit der Mannschaft identifiziert, bzw. dafür interessiert. mein erstes Trikot war das der 96/97er Saison, hintendrauf war ne 11 und ein Name mit drei Buchstaben, der von "nichtswissenden" Menschen immer für einen Vornamen gehalten wurde.
Die wenigen Schalke-Spiele, bei denen ich im Stadion war, kann man an weniger als 5 Fingern abzählen. Ein 1:2 gegen Bremen in Bremen, da war ich vielleicht 8 oder 9 Jahre alt und es war ein Weihnachtsgeschenk meines Vaters gewesen. Dann eine Saison später ein Sieg (schlagt mich, ich weiss nicht ob's 1:0, 2:0 oder 2:1 war) gegen Bremen in Bremen. Und dann noch ein Saisonvorbereitungsspiel an meinem 14. Geburtstag (17. Juli '99) gegen den gloriösen VfB Oldenburg, der damals Regionalliga Nord spielte, wo man mit so ungefähr 4:2 (ich hab das Ergebnis echt nicht mehr ganz im Kopf)im Oldenburger Marschwegstadion auch nicht unbedingt überzeugend, aber immerhin gewann.

Wann ich Fan geworden bin? Ich war in der ersten Klasse(wie gesagt 7 Jahre alt, etwas spät eingeschult...), und auf einmal fingen alle Leute in meinem Schulumfeld an, Fußballfans zu sein. Ich spielte zwar selbst im Verein (beim Stadtrivalen des VfB, dem VfL Oldenburg), von der Bundesliga hatte ich keine Ahnung. Aber man musste ja was antworten können, wenn einen die neuen Klassenkameraden fragten: "Und, welches ist deine Lieblingsfußballmannschaft?"

Infolgedessen hörte (wir hatten keinen Fernseher) ich mit meinem Vater, der Werder-Fan war, dann im Deutschland-Funk eines Samstagabends "Sport und Musik", und sagte feierlich vor der Verkündigung der Bundesliga-Ergebnisse: "Ich werde Fan der Mannschaft, die heute am höchsten gewinnt."

Das war Schalke. Mit 3:1. Ich weiß nicht gegen wen. Was ich damals NICHT wusste, war, dass Schalke zu diesem Zeitpunkt ohne Trainer auf dem 18. Tabellenplatz stand, und dass das wohl das erste Spiel unter Feuerwehrmann Jörg Berger gewesen sein musste. Das habe ich erst ne Woche später erfahren, als ich mal zufällig in den Sportteil unserer Tageszeitung guckte, denn einen Spieltag später gab Schalke laut Überschrift "die rote Laterne ab".

Ich würde sagen, das damals war ein Glückstreffer.

Trotz der Strohfeuer, die im Moment aufflackern.

Edit: Ach ja, noch ein Nachsatz: Ich bin noch kein Vereinsmitglied. Aber ich habe mir selbst ein Versprechen gegeben: Sobald die Schalker wieder Meister sind(oder wahlweise auch den UEFA-Pokal gewinnen), bin ich der Erste, der am nächsten Tag beim Verein anruft und fragt, wieviel Monatsbeitrag ich wohin überweisen muss, und wann ich meine Mitgliedskarte bekomme. Und dann, spätestens dann, ist auch mal ein Arena-Besuch fällig.

9
Sep
2006

9:1, Schalke vs. Nationalmannschaft.

Ich hab die Deutschlandfahne heute eingeholt, und bei mir am fenster flattert seit heute, 17:15 Uhr das Trikot von Gerald Asamoah im Wind. Meine Fresse, was freu ich mich auf die Sportschau.

Nur noch 45 Minuten, dann geht die Party weiter.

28
Aug
2006

Schalke vs. Fettes Brot

Ein Leidensprotokoll:

Mit gemischten Gefühlen war ich am Nachmittag jenes Tages (Freitag, 25.08.) im niedersächsischen Oldenburg in den Zug gestiegen, um (nein, nicht zur Arena) nach Hamburg zu fahren. Ein schwerer Fehler, sagt ihr? Nun ja. Kommt auf die Sichtweise an. Ich hatte nämlich in meinem Portemonnaie eine Karte (nein, nicht für die Arena) für das Fettes Brot Open Air im Hamburger Stadtpark, und außerdem ein eher maues Gefühl, gegen Bremen, und so, na huiiii, das kann auch mal daneben gehen. Nichtsdestotrotz hab ich den Schalkeschal dann doch mitgenommen, um Flagge zeigen zu können, und außerdem, weil ich noch ne abklingende Bronchitis hatte(Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, ihr wisst schon).

Auf dem Bremer Hauptbahnhof waren die einzigen Werder-Fanartikel, die ich beim Umsteigen gesehen habe, ein paar Autoaufkleber im 99 Cent Markt...und auch in Hamburg war nirgends was zu sehen, obwohl die Werder-Fans da ja auch eher im Verdeckten agieren müssen, wegen Hanse-Derby. Konzert war toll, doch die ganze Zeit hab ich auf die Uhr geguckt, mit den Gedanken: Hmm, jetzt bitte keine allzulange Zugabe mehr, dann krieg ich noch die letzten 5 Minuten inner Bahnhofskneipe mit. Da ich eben keiner bin, der geht, bevor es zuende ist (Stadion oder Konzerthalle, ganz egal), war das Ganze dann auch spitz auf Knopf so, dass die S-Bahn zum Bahnhof zurück auch mit Lichtgeschwindigkeit hätte fahren müssen, damit ich noch ne Chance gehabt hätte, Livematerial zu sehen. In der Bahn dann ein kurzes Gespräch mit einer HSV-Anhängerin, die dann sogar ihr handy bemühte, um zuhause anzurufen und den nicht beim Konzert anwesend gewesenen Ehemann aus dem Sofa-Schlaf zu katapultieren, mit dem Ergebnis, dass sie sagte, dass er gesagt hätte, er wüsste es nicht genau, weil er eingeschlafen sei, aber wahrscheinlich hätten die Königsblauen wohl verloren gehabt.

Trotzig knetete und wrang ich an meinem Schal, und kämpfte mit irgendwelchen Emotionen und dem kleinen Mann im Ohr, der mir sagte: "Ich hab's doch gewusst, Werder ist ne Nummer zu groß für euch!", bis ich mir dann sagte: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, ab zum Bahnhof. Dort angekommen, hab ich mich erst mal auf der Suche nach ner Kneipe zur Ergebniskontrolle glatt verlaufen, und hab dann noch ne 20-Minütige Runde durch die menschenleere Hamburger City gedreht, aber nirgends was gefunden. Wieder am Bahnhof angekommen, war es zehn vor elf, und die Chancen, überhaupt bis zur Abfahrt meines Zuges um 23:15 irgendwas zu sehen, sanken beträchtlich. Da sah ich im Augenwinkel grünen Rasen auf einem Fernsehschirm, frohlockte innerlich und bestellte schon beim Hinsetzten gleich ein Bierchen. Nur war das die DSF-Übertragung der Zweitliga-Freitagsspiele.

Hm. Was tun? Ertragen, und zwei Zusammenfassungen anschauen, denn besser schlechter Fußball als gar keiner. Als ich dann gerade (weil um 23 Uhr Sperrstunde war) zum Gleis schreiten wollte, fiel mir Pechvogel auf, dass nur geschätzte 20 Meter weiter eine andere Bierlokalität war, in der ein Flatscreen mit dem "arena"-Symbol oben rechts in der Bildschirmecke hing. Wie von Sinnen stürmte ich kurzentschlossen hinein und fragte: "Wie hat Schalke gespielt?"

Antwort der Bedienung und des letzten Gastes (Weltmeisterliche Leistung im Synchronumdrehen und Reden) "2:0 gewonnen." Zusatz des Gastes: "War ein echt gutes Spiel, die hätten auch deutlich höher gewinnen können, aber Wiese war recht gut drauf."

Und obwohl ich keine Minute des Spiels gesehen hatte, flogen sofort beide Arme mit dem Schal hoch, und das Echo des eigenen Solo-Fan-Gesangs klingt in der Hamburger Bahnhofshalle gar nicht schlecht nach...

2
Aug
2006

Ich wäre ja gerne kreativ...

...doch irgendwas scheint mich daran zu hindern. Und seit ich letztens irgendwann mal einen Artikel in der "Zeit" gelesen habe, worin es darum ging, das Blogs nur der Selbstdarstellung dienen, war ich recht froh, dass ich wenigstens in der Hinsicht den Nagel auf den Kopf getroffen habe.

Das sollte auch erst mal reichen, ich geh jetzt wieder für den Führerschein lernen.
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Semtext's Selbstdarstellung

Raps und Reflektionen, Gedanken und Spinnereien...

Information




Was nicht wert ist, gesagt zu werden, das singt man. (Pierre Augustin Baron de Beaumarchais, frz. Bühnenschriftsteller, 1732-1799)

Das hier ist schlicht, was die Überschrift sagt. Eine Selbstdarstellung. Manche würden sagen öffentliches Tagebuch im lockeren Wochenrythmus, andere wiederum Textsammlung. Mittlerweile auch Rezeptsammlung für Cocktails. Wasauchimmer.

Es ist und bleibt die Selbstdarstellung eines Hobby-Rappers, Poetry Slammers und freiberuflichen Journalisten aus Oldenburg, der von ganz mittig nach ganz oben will. Mit explosiven Texten, die wie Bomben in den Frieden fetzen. Hatte ich mal gedacht. Deswegen der Name Semtext. Wer's nicht kapiert, bitte einfach mal "Semtex" bei Wikipedia oder im Brockhaus nachschlagen.
Man kann von mir mittlerweile auch Texte korrekturlesen lassen.

.

KONTAKT
skype: semtext. (mit dem Punkt!)


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